Mittwoch, 23. September 2026

Lichtfänger


Andrea Rozorea, Bea Schmucker und Tanja Strickrodt

LICHTFÄNGER

Drei Malerinnen – drei Wege, dem Licht zu begegnen

19. September bis 7. November 2026

Licht ist mehr als Helligkeit. Es schafft Atmosphäre, öffnet Räume, weckt Erinnerungen und schreibt sich ein in Farbe, Struktur und Bewegung.

Die Ausstellung „Lichtfänger“ versammelt die Arbeiten von Tanja Strickrodt, Bea Schmucker und Andrea Rozorea in der Galerie Süßkind im Herzen der Stadt Augsburg.

Drei eigenständige malerische Standpunkte begegnen sich und zeigen, wie unterschiedlich Malerei auftreten kann: Zwischen Landschaft und Abstraktion, als Farbe und Material, als Bewegung und als Moment, zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, Oberfläche und Tiefe, Verdichtung und Leichtigkeit.

Tanja Strikrodt zeigt in ihren Ölgemälden weite Horizonte, wechselnde Wetterstimmungen und den Zauber des nordischen Lichts. Dabei entstehen keine rein dokumentarischen Landschaftsdarstellungen, sondern malerische Räume, in denen Wahrnehmung und Erinnerung ineinandergreifen. Linien können wie Spuren wirken – zufällig und dabei kraftvoll. Ihre Bilder erzählen von Weite, Wetter und dem flüchtigen Augenblick, in dem eine Landschaft sich verändert.

Andrea Rozorea´s Arbeiten besitzen eine ausgeprägte beinahe körperliche Oberfläche. Farbe wird nicht nur gesehen, sondern scheint sich dem Betrachter entgegenzustellen: reliefartig, verdichtet, strukturiert. Intensive Farbtöne treffen auf zeichnerische, oft figurative Elemente. Charakteristisch ist der Einsatz der Rußverkollerung, die ein tiefes, geradezu samtiges Schwarz hervorbringt.

Die meist abstrakten Bilder von Bea Schmucker sind von Leichtigkeit und Reduktion geprägt. Auch Bea Schmucker arbeitet vorwiegend in Öl. Dabei setzt sie die Farbe direkt auf die unbehandelte Leinwand. Farbe wird durch Bewegung unmittelbar auf die Leinwand übertragen. Wenige Setzungen lassen dabei eine erstaunliche räumliche Wirkung entfalten. Das Weglassen wird zum ebenso wichtigen Bestandteil des Bildes wie die gesetzte Spur.

Lichtfänger sind keine Menschen, die das Licht festhalten wollen. Vielleicht sind es Menschen, die wissen, dass es sich nicht festhalten lässt – und gerade deshalb immer wieder versuchen, ihm auf die Spur zu kommen.

Es kann auf einer Oberfläche aufscheinen, sich in tiefem Schwarz spiegeln, einen Horizont öffnen oder nur als Ahnung zwischen zwei Farbfeldern bestehen.