Drei Malerinnen – drei Wege, dem Licht zu begegnen
19. September bis 7. November 2026
Licht ist mehr als Helligkeit. Es schafft
Atmosphäre, öffnet Räume, weckt Erinnerungen und schreibt sich ein in Farbe,
Struktur und Bewegung.
Die Ausstellung „Lichtfänger“ versammelt
die Arbeiten von Tanja Strickrodt, Bea Schmucker und Andrea Rozorea
in der Galerie Süßkind im Herzen der Stadt Augsburg.
Drei eigenständige malerische Standpunkte
begegnen sich und zeigen, wie unterschiedlich Malerei auftreten kann: Zwischen
Landschaft und Abstraktion, als Farbe und Material, als Bewegung und als Moment,
zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, Oberfläche und Tiefe, Verdichtung und
Leichtigkeit.
Tanja Strikrodt zeigt in ihren
Ölgemälden weite Horizonte, wechselnde Wetterstimmungen und den Zauber
des nordischen Lichts. Dabei entstehen keine rein dokumentarischen
Landschaftsdarstellungen, sondern malerische Räume, in denen Wahrnehmung und
Erinnerung ineinandergreifen. Linien können wie Spuren wirken – zufällig und dabei
kraftvoll. Ihre Bilder erzählen von Weite, Wetter und dem flüchtigen
Augenblick, in dem eine Landschaft sich verändert.
Andrea Rozorea´s Arbeiten
besitzen eine ausgeprägte beinahe körperliche Oberfläche. Farbe wird nicht nur
gesehen, sondern scheint sich dem Betrachter entgegenzustellen: reliefartig,
verdichtet, strukturiert. Intensive Farbtöne treffen auf zeichnerische, oft figurative
Elemente. Charakteristisch ist der Einsatz der Rußverkollerung, die ein tiefes,
geradezu samtiges Schwarz hervorbringt.
Die meist abstrakten Bilder von Bea Schmucker
sind von Leichtigkeit und Reduktion geprägt. Auch Bea Schmucker arbeitet
vorwiegend in Öl. Dabei setzt sie die Farbe direkt auf die unbehandelte Leinwand.
Farbe wird durch Bewegung unmittelbar auf die Leinwand übertragen. Wenige
Setzungen lassen dabei eine erstaunliche räumliche Wirkung entfalten. Das
Weglassen wird zum ebenso wichtigen Bestandteil des Bildes wie die gesetzte
Spur.
Lichtfänger sind keine Menschen, die das Licht
festhalten wollen. Vielleicht sind es Menschen, die wissen, dass es sich nicht
festhalten lässt – und gerade deshalb immer wieder versuchen, ihm auf die Spur
zu kommen.
Es kann auf einer Oberfläche aufscheinen, sich in
tiefem Schwarz spiegeln, einen Horizont öffnen oder nur als Ahnung zwischen
zwei Farbfeldern bestehen.

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